Workshops

"Lernen ist Erfahrung. Alles andere ist einfach nur Information."

(Albert Einstein)

Holzworkshops

Michael Löhrmann

Goldschmiedekurse

Alexandra Kusch


 

FEBRUAR

 

Do. 09.02.  12-17 Uhr

Goldschmieden

 

So. 12.02.  12-17 Uhr

Goldschmieden

 

Do. 16.02.  10-18 Uhr

Ulmer Hocker

 

Fr. 17.02.  12-17 Uhr

Goldschmieden

 

Sa. 18.02.  12-17 Uhr

Goldschmieden

  

Sa. 25.02.  13-18 Uhr

Grundkurs Holz

 

MÄRZ

 

Sa. 04.03.  12-17 Uhr

Goldschmieden

 

So. 05.03.  12-17 Uhr

Goldschmieden

 

Sa. 11.03.  10-18 Uhr

Grundkurs Drechseln

 

So. 12.03.  09-18 Uhr

Japanische Werkzeugkiste

 

Do. 16.03.  12-17 Uhr

Goldschmieden

 

Sa. 18.03.  12-17 Uhr

Goldschmieden

 

So. 19.03.  10-18 Uhr

Drehhocker

 

Sa. 25.03.  14-18 Uhr

Holz & Herz

 

APRIL 

 

Do. 06.04.  12-17 Uhr

Goldschmieden

 

Sa. 08.04.  12-17 Uhr

Goldschmieden

 

Fr. 14.04.  10-18 Uhr

Tisch und Sessel (Restauration)

 

Sa. 15.04.  10-18 Uhr

Japanische Sitzbank

 

Fr. 21.04.  12-17 Uhr

Goldschmieden

 

Sa. 22.04.  12-17 Uhr

Goldschmieden

 

So. 23.04.  10-18 Uhr

Grundkurs Drechseln

 

Fr. 28.04.  13-18 Uhr

Grundkurs Holz

 

WEITERE TERMINE - ZUM VORMERKEN

 

20.05. bis 28.05.2023

Handwerkswoche

 

31.07. bis 06.08.2023:

Sommerfrische

 

14.08. bis 20.08.2023

Handwerkswoche

 

 


Holzworkshops

In kleinen Gruppen und unter persön­licher Anlei­tung ent­werfen und bauen wir Möbel u.a. Holz­objekte für alle Lebens­lagen. Meine helle und freundliche Holzwerk­statt im historischen Ambiente einer ehemaligen Drahtzieherei bietet den perfekten Rahmen dafür. Du möchtest dein Wissen und deine Erfahrungen rund um den Werkstoff Holz erweitern? Einen Überblick über die verschiedenen Bäume und ihre Eigenarten bekommen? Die zahlreichen Möglichkeiten des Arbeitens mit der Oberfräse kennenlernen - Kanten profilieren, Fasen, Nuten und Schwalbenschwanzzinken fräsen? Stabile und präzise Korpusverbindungen mit der Flachdübelfräse erstellen? Oder einmal an einer professionellen Drechselbank stehen und dir so richtig die Späne um die Ohren fliegen lassen?  Fehlt dir manchmal vielleicht ein Raum, in dem du ganz ungestört werken kannst, oder ein kompetenter Ansprechpartner, der dich bei deiner Projektplanung berät oder bei der Materialbeschaffung unterstützt? Dann bist du bei mir richtig! Eins steht fest: Holz macht glücklich! 


grundkurs Holz

Einführung in den Werkstoff Holz, Werkstatt und Maschinen - 5 Stunden - 90 €

Du magst den Werkstoff Holz, hast vielleicht schon kleinere, eigene Projekte realisiert und möchtest deine Kenntnisse und Erfahrungen erweitern? Sicher weißt du, dass Holz "arbeitet" - aber warum eigentlich, und wie genau? Vielleicht weißt du auch, dass jedes Brett eine linke und eine rechte Seite hat, die unterschiedlich "arbeiten". Warum ist das so und was bedeutet das für deine Konstruktionen? Welche Holzarten und -verbindungen eignen sich für welche Zwecke? Antworten zu diesen Fragen bekommst du im "Grundkurs Holz": Ich biete dir eine kompakte, sehr praxisorientierte Einführung und zeige dir den sicheren Umgang mit Hand-, Kapp- und Tauchsäge, Dickenhobel und den wichtigsten Fräs- und Schleifmaschinen. Der Workshop ist übrigens auch die „Eintrittskarte“ zum eigenständigen Arbeiten in unserer offenen Holzwerkstatt. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.


JAPANISCHE WERKZEUGKISTE

Arbeiten mit Kappsäge, Japansäge, Stemmeisen und Handhobel - 9 Stunden - 190 € inkl. Material

Japanische Handwerkskunst steht für Einfachheit, Zurückhaltung und den Fokus auf das Wesentliche. Dies gilt auch für die Japanische Werkzeugkiste. Im Grunde ist es eine schlichte Holzkiste mit ein paar interessanten Details. Sie hat einen exakt eingepassten, verschiebbaren Deckel und eingenutete Seitenteile mit flächenbündigen, fast unsichtbaren Griffen. Ursprünglich zum Transport von Werkzeug gedacht, lässt sie sich auch mit einem Trageriemen versehen und natürlich auch für andere Zwecke verwenden. Wir arbeiten mit japanischen Handwerkzeugen (Anreißmesser, Japansäge, Stemmeisen, Hobel, Oberfräse, Exzenterschleifer) und naturwüchsigem Kiefernholz. Die Kiste ist 68 cm lang, 30 cm breit und 20 cm hoch. Unten ein Bild zur Grundkonstruktion:


JAPANISCHE sitzbank

Arbeiten mit Dickenhobel, Kappsäge und Oberfräse - 8 Stunden - 190 € inkl. Material

Wir gestalten ein einfaches Sitzbankerl in Anlehnung an den Stil des "Ishinomaki Laboratory", gegründet 2011 nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami in Japan, um - u.a. in DIY-Workshops - die Bevölkerung beim Wiederaufbau zu unterstützen. Entstanden sind formschöne, robuste und langlebige Möbel für den Innen- und Außenbereich, die noch heute das Stadtbild von Ishinomaki prägen. Wir verwenden zum Bau die wunderbar duftende Schwarzföhre vom Waldbauern unseres Vertrauens, Bernhard Kaiser aus Waidmannsfeld.


Holz und Herz

Bäume für die Seele - freies Gestalten - 4 Stunden - 80 €

"Holz ist ein einsilbiges Wort, aber dahinter verbirgt sich eine Welt der Märchen und Wunder." (Theodor Heuss)

In diesem „Schnupperkurs“ geht es weniger um Handwerk und Holztechnik, sondern mehr um das Wahrnehmen und Erspüren der Eigenschaften und Wirkungen unserer wichtigsten heimischen Bäume, mit denen wir auf vielfältige Weise verbunden sind. Dazu öffne ich meine "Schatzkiste" für dich: Welches Holz tut dir gut, was riechst du gern, was "spricht dich an"? Folge deiner Intuition - und finde das genau für dich passende Stück!


grundkurs drechseln

Einführung in das Langholzdrechseln - 8 Stunden - 130 € (inkl. Material)

Drechseleinsteiger beginnen sinnvollerweise mit dem "Drechseln zwischen den Spitzen", wobei das Holz "längs", also in Faserrichtung eingespannt und bearbeitet wird. Dieser Kompaktkurs vermittelt ein solides Grundwissen zu Aufbau und Bedienung einer Drechselbank, zu den wichtigsten Sicherheitsaspekten, Werkzeugen und "Gesetzen" des Drechselns. Für jeden (max. vier) Teilnehmer steht eine eigene, professionelle Drechselbank zur Verfügung. Wir schärfen unsere  Drechseleisen selbst, lernen auch das "fliegende Drechseln" im Einspannfutter und das Bohren auf der Drechselbank. Mit diesem Wissen kannst du zum Beispiel ein edles Schlagholz, einen Stiftehalter für den Schreibtisch oder eine Vase gestalten, in die dann die gewünschte Öffnung gebohrt und mit natürlichem  Fasspech aus der Region wasserfest versiegelt wird.


Arbeiten mit Rundholz - Holzgewinde schneiden

Arbeiten mit Holzgewinde- und Zapfenschneider, Schnitzbank und Zugmesser - 4 Stunden - 60 €

Vor einiger Zeit war es völlig normal, Hobelbänke, Spinnräder, Schraubzwingen, Nussknacker und Spielzeuge aller Art mit einem Holzgewinde zu versehen. Geschnitten werden diese Gewinde mit speziellen Gewindeschneidsätzen. Im Kurs stehen drei  Schneidsätze für 3/4" (19 mm), 1" (25 mm) und 1 1/2" (38 mm) Gewinde zur Verfügung. Zum Bau von Naturholzmöbeln kannst du auch runde, glatte Zapfen in natürliches Astholz schneiden. Dafür gibt es sog. Zapfenschneider. Dieser Workshop vermittelt die Grundkenntnisse und praktischen Fertigkeiten zur Umsetzung entsprechender Projekte, welche jedoch nicht in diesem knappen Zeitrahmen zu realisieren sind.


SCHNEIDBRETTL gestalten

Arbeiten mit Dickenhobel, Kappsäge, Oberfräse und Bandschleifmaschine - 4 Stunden - 80 € inkl. Material für zwei Brettl

Schon das Gestalten einfacher Schneidbrettl bietet diverse Möglichkeiten, den Umgang mit Werkzeug und Massivholz zu üben und eine Reihe nützlicher Maschinen kennenzulernen. Am Anfang steht die Frage: Was macht eigentlich ein wirklich gutes (funktionales) Schneidbrettl aus? Als Ausgangsmaterial verwenden wir sägerauhes Schnittholz (Buche, Eiche, Birke) und gerade gewachsenes, sauber gespaltenes Scheitholz. Letzteres ist nicht nur preisgünstig, sondern auch besonders formstabil. Analog zum Grundkurs Holz berechtigt dieser Workshop zum eigenständigen Arbeiten in der offenen Holzwerkstatt.


Ulmer Hocker

Arbeiten mit Kappsäge, Oberfräse und Zinkenfräsvorrichtung - 8 Stunden - 190 € inkl. Materialkosten

"Drei Bretter und ein Besenstiel" - so beschrieb der Bauhaus-Architekt Max Bill seinen zeit- und schnörkellosen Entwurf. Einfach und robust, kann der "Ulmer Hocker" u.a. als Sitz, Beistelltisch, Regalelement und Tragehilfe verwendet werden. Das Original ist 39,5 cm breit, 44 cm hoch und 29,5 cm tief. Sitz und Seitenwände waren ursprünglich aus Fichte gebaut. Wir nehmen dafür Birken- oder Kiefernholz und verbinden die Flächen mit Holzdübeln oder Schwalbenschwanzzinken. Letztere erstellen wir mit Hilfe einer professionellen Zinkenfräsvorrichtung. Das mag vielleicht "unsportlich" erscheinen, bietet dafür aber auch weniger geübten Teilnehmern die Chance, das Projekt an einem Tag umzusetzen.


Tisch-Restauration

Eigene Projekte, nach Absprache - 130 €



Den Abschied fein gestalten (EIN GEMEINSCHAFTSPROJEKT)

Gutenstein, 19. bis 23. September 2022 - drei Module (siehe unten) - 750 € zzgl. Material

Verbundenheit, handfestes Tun, Wertschätzung, Worte und Schönes schenken, dem Eigenen, dem Ande­ren und dem Wesent­lichen nachspüren. Alles dieses (und noch viel mehr) hat mit dem Abschied zu tun und darf mitten im Leben seinen Ort, seine Zeit und seine Gestalt finden. In dieser Workshop-Woche wollen wir uns auf drei verschiedenen Wegen, gedank­lich und prak­tisch der persönlichen Gestaltung des Lebensendes zuwenden. Unter fachkundiger Anleitung kann eine eigene Trauerrede geschrieben, ein Schmuckstück gestaltet und ein Sarg gebaut werden. Dazwischen laden zauber­hafte  Wälder, Wiesen und Berge rund um Gutenstein zum Gehen und Verweilen ein.

 

Worte für mein Ende. Maria Eilers, freie Autorin (3 x 3 Std.)

Die eigene Beerdigung, die eigene Trauerfeier ist ein hoch persönlicher Moment am Ende des eigenen Lebens. In einer selbst formulierten Trauerrede kann das in Worte gekleidet werden, was das eigene Leben, Lieben, Denken und Glauben ausgemacht hat. Darüber hinaus kann auch etwas mitgeteilt werden, was der Familie, den Freunden und Weg­begleitern Trost schenken kann auf dem Weg der Trauer.

In diesem Workshop werden vielleicht keine fertigen Trauerreden entstehen, aber es wird über das Besondere des autobiografischen Schreibens und insbesondere über das Besondere des Verfassens einer eigenen Trauerrede gesprochen. Was macht dieses „Genre“ aus? Welches Konzept passt zu mir? Zudem werden Ideen und kleine Schreibübungen für Anfang, Aufbau und Ende der Rede und ganz pragmatische Hinweise zum Ablauf einer Trauerfeier gegeben.

Einen Schatz bewahren. Alexandra Kusch, Goldschmiedin und Metallgestalterin (3 x 3 Std.)

 

Ein Schatz ist etwas sehr Wertvolles. Zum Beispiel ein Mensch, der mir am Herzen liegt. Bewahren bedeu­tet: Etwas aufheben, beschützen, in Erinnerung be­halten. Wir sind heute immer mehr weltweit unter­wegs, beruflich wie privat. In diesem Unter­wegssein brauchen wir „Orte“, an denen wir mit unseren Lieben verbunden sind. Möchtest du deinem Abschied und deiner Verbundenheit eine persönliche Form geben, ein Schmuck­stück für dich oder für eine andere Person gestalten? Vielleicht weil dein Kind aus dem Haus geht, die beste Freun­din ans andere Ende der Welt zieht, dein Partner in einer anderen Stadt lebt, ein geliebter Mensch oder ein vertrautes Tier gestorben ist? In dieses Erinnerungsstück kannst du persön­liche Worte, eine Locke oder Asche ein­arbeiten. Du kannst auch eigene Stücke aus Gold oder Silber mitbringen, daraus ein neues Schmuck­­stück anfertigen und so deinen Schatz bewahren.

Einen Sarg bauen. Michael Löhrmann, Holzgestalter (3 x 3 Std.)

So viel Angst überall. Angst vor Krankheit, Angst vor dem Tod. Für viele ist das Thema tabu; sie wollen am liebsten gar nichts damit zu tun haben. Aber Menschen sterben nun einmal. Was passiert dann? „Wir nehmen ihnen alles ab“, versprechen manche Bestatter. Ist das eine gute Lösung? Oder ist es ein Teil des Problems?

Der Tod gehört zum Leben, also zu mir. Wie gehe ich damit um? Wie will ich persönlich Abschied nehmen? Einen Sarg bauen, für mich selber oder für einen geliebten Menschen, das bedeutet, den Dingen ins Gesicht zu sehen, sie in die eigenen Hände zu nehmen.

Sich bewegen, ins Tun kommen hilft dabei ungemein: Wir werden Maß nehmen, einen Entwurf machen, Bretter zuschneiden und montieren, am Ende möglicherweise auch mal Probeliegen. Nicht, um makabre Späßchen zu machen. Aber vielleicht eine Erfahrung fürs Leben.

 

(unten: Fred Theiner, mein guter Freund und Sargbau-Lehrer, mit meiner eigenen, "schwierigen Kiste", Baujahr 2017, die mittlerweile einen schönen Platz in meiner Werkstatt gefunden hat.)